Anwendungen

No-Code / Low-Code

No-Code und Low-Code Plattformen ermöglichen es, KI-Anwendungen ohne (oder mit wenig) Programmierkenntnissen zu erstellen. Per Drag-and-Drop können auch Nicht-Techniker KI-Workflows bauen, Chatbots erstellen oder Datenanalysen durchführen. Beliebte Plattformen sind Make, Bubble und Microsoft Power Automate.

Was bedeutet No-Code / Low-Code?

No-Code und Low-Code sind Entwicklungsansätze, die es ermöglichen, Software und Automatisierungen mit wenig oder gar keinem Programmiercode zu erstellen. Im Kontext der Künstlichen Intelligenz bedeutet das: Unternehmen können KI-Funktionen nutzen, ohne ein Team von Entwicklern beschäftigen zu müssen.

Bei No-Code-Plattformen wird ausschliesslich mit visüllen Oberflächen gearbeitet -- per Drag-and-Drop werden Bausteine zusammengefügt. Low-Code-Plattformen erfordern gelegentlich kleine Code-Anpassungen, bieten aber ebenfalls eine weitgehend visülle Arbeitsweise.

Wie funktioniert No-Code / Low-Code mit KI?

Moderne No-Code- und Low-Code-Plattformen integrieren KI-Funktionen als fertige Bausteine, die sich wie Lego-Steine zusammensetzen lassen:

  • Visülle Editoren zeigen den Workflow als Flussdiagramm -- jeder Schritt ist ein Block, den man konfiguriert
  • Vorgefertigte KI-Module bieten Funktionen wie Texterkennung, Uebersetzung, Zusammenfassung oder Bildanalyse
  • API-Anbindungen verbinden die Plattform mit KI-Diensten wie OpenAI, Anthropic oder Google AI
  • Templates und Vorlagen liefern fertige Workflows für gängige Anwendungsfälle
  • Datenbank-Integration ermöglicht die Verarbeitung und Speicherung von Ergebnissen
  • Wichtige Plattformen im Ueberblick

    Für verschiedene Anwendungsfälle gibt es spezialisierte Plattformen:

  • Zapier und Make: Workflow-Automatisierung mit KI-Integration. Ideal für die Verbindung verschiedener Apps und Dienste
  • Bubble und Softr: Komplette Web-Anwendungen ohne Code erstellen, inklusive KI-Funktionen
  • n8n: Open-Source-Alternative für Automatisierung, selbst hostbar und damit DSGVO-freundlich
  • Microsoft Power Platform: Low-Code-Suite mit Power Automate, Power Apps und direkter Azure-AI-Anbindung
  • Retool und Appsmith: Interne Tools und Dashboards mit KI-Funktionen baün
  • Dify: Open-Source-Plattform speziell für KI-Anwendungen, die sich ohne tiefes Fachwissen erstellen lassen
  • Vorteile von No-Code / Low-Code

    Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand:

  • Schnelle Umsetzung: Prototypen und Lösungen entstehen in Stunden statt Wochen
  • Geringere Kosten: Kein teures Entwicklerteam erforderlich für einfache KI-Anwendungen
  • Demokratisierung: Fachabteilungen können eigene Lösungen baün, ohne auf die IT-Abteilung warten zu müssen
  • Flexibilität: Aenderungen lassen sich schnell umsetzen, weil kein komplexer Code gewartet werden muss
  • Niedrige Einstiegshürde: Auch KI-Einsteiger können sofort produktiv werden
  • Nachteile und Grenzen

    Allerdings gibt es auch klare Grenzen:

  • Eingeschränkte Anpassbarkeit: Komplexe oder sehr spezifische Anforderungen lassen sich mit No-Code oft nicht umsetzen
  • Abhängigkeit vom Anbieter: Wer auf einer Plattform baut, ist an deren Oekosystem gebunden (Vendor Lock-in)
  • Skalierbarkeit: Bei stark wachsenden Nutzerzahlen oder Datenmengen stossen No-Code-Lösungen an Grenzen
  • Datenschutz: Viele Plattformen sind cloudbasiert mit Servern ausserhalb der EU -- die DSGVO-Konformität muss geprüft werden
  • Sicherheit: Ohne technisches Verständnis können Sicherheitslücken entstehen, die nicht sofort auffallen
  • Kosten bei Skalierung: Kostenlose Tarife sind oft stark limitiert, und die Kosten steigen mit der Nutzung

Bedeutung für Unternehmen

No-Code und Low-Code senken die Einstiegshürde für KI erheblich. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bieten sie die Möglichkeit, KI-Technologie zu nutzen, ohne grosse Investitionen in Entwicklung oder Infrastruktur. Ein Marketing-Mitarbeiter kann beispielsweise einen automatisierten Content-Workflow aufsetzen, ein Vertriebsmitarbeiter eine Lead-Qualifizierung mit KI baün.

Der Trend geht klar in Richtung KI-gestützter No-Code-Entwicklung: KI-Agenten helfen beim Erstellen der Workflows selbst, sodass sogar die Konfiguration einfacher wird. Die Kombination aus No-Code und KI wird für immer mehr Unternehmen zum praktikablen Einstieg in die künstliche Intelligenz.

Fazit

No-Code und Low-Code machen KI für jeden zugänglich -- nicht nur für Entwickler und Datenwissenschaftler. Für Unternehmen, die schnell und kostengünstig KI-Lösungen testen wollen, sind diese Plattformen der ideale Ausgangspunkt. Für komplexere Anforderungen bleibt klassische Softwareentwicklung mit direkter API-Anbindung jedoch weiterhin die bessere Wahl.

Passende KI-Tools

Diese KI-Tools stehen in direktem Zusammenhang mit dem Begriff No-Code / Low-Code: