Claude Sonnet 5: Anthropics neues Standardmodell — fast so gut wie Opus, zum halben Preis

Claude Sonnet 5: Anthropics neues Standardmodell — fast so gut wie Opus, zum halben Preis

Anthropic hat Claude Sonnet 5 veröffentlicht — das neue Standardmodell für alle Free- und Pro-Nutzer. Sonnet 5 erreicht bei agentenbasierten Coding-Benchmarks 63,2%, verglichen mit 69,2% für das teurere Opus 4.8. Das ist bemerkenswert nah an der Spitze — zu einem Bruchteil des Preises.

Preis und Leistung

ModellAgentic CodingPreis (Input/Output)
Opus 4.869,2%15 $ / 75 $
Sonnet 563,2%2 $ / 10 $ (bis 31.8.)
Sonnet 4.5~55%3 $ / 15 $

Bis zum 31. August gilt ein Einführungspreis von 2 $/10 $ pro Million Token. Danach steigt der Preis auf 3 $/15 $. Damit ist Sonnet 5 selbst zum regulären Preis deutlich günstiger als Opus — bei nur 9% weniger Leistung.

Was Sonnet 5 besonders gut kann

Anthropic positioniert Sonnet 5 als das „agentischste" Mittelklasse-Modell:

    • Planung und Tool-Nutzung: Sonnet 5 kann mehrstufige Aufgaben eigenständig planen und verschiedene Tools koordinieren.
    • Autonomes Arbeiten: Das Modell kann längere Zeit selbstständig an Aufgaben arbeiten, ohne dass ein Mensch jeden Schritt bestätigen muss.
    • Coding: Nahezu Opus-Level bei Programmieraufgaben — ideal für KI-Coding-Tools.

    Ein Haken: Mehr Token-Verbrauch

    Sonnet 5 verwendet einen neuen Tokenizer, der bei manchen Texten bis zu 35% mehr Token verbraucht. Das heißt: Der niedrigere Preis pro Token wird teilweise durch höheren Verbrauch ausgeglichen. Trotzdem bleibt Sonnet 5 im Gesamtpaket deutlich günstiger als Opus.

    Was das für KI-Tool-Nutzer bedeutet

    Für die meisten Anwendungen in unserem KI-Tool-Katalog ist Sonnet 5 die bessere Wahl als Opus:

Opus bleibt die erste Wahl für hochkomplexe Reasoning-Aufgaben, wissenschaftliche Analysen und Aufgaben, die maximale Genauigkeit erfordern.

In unserem Direktvergleich können Sie Claude-Modelle mit ChatGPT und Gemini nebeneinander vergleichen.

Quellen: Anthropic, TechCrunch